Abnehmen

Die fünf Mahlzeiten am Tag Lüge/Der Mythos des ständigen Fressens

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...

Neuestes Update: Feb, 2017  || 

„Viele Mahlzeiten sind besser als wenige!“, „Unter 5 regelmäßigen Mahlzeiten verschwinden die Muskeln und du wirst Fett, weil der Körper hungert!“, „Profi Bodybuilder essen auch mehrmals täglich!“, „Wenn du nicht viele, kleine Mahlzeiten isst schaltet der Körper in den Hungermodus!“

Jeder der sich schon mit Training und Ernährung auseinandergesetzt hat ist mit obigen Mythen zumindest schon einmal in Kontakt gekommen. Ob in der Men’s Health, dem Kumpel aus dem Studio oder sogar dem Fitnesstrainer höchstpersönlich, alle sind einem kolossalen Irrtum aufgesessen.

Zwar wird (sofern man das häufige Essen ertragen kann) dies keinesfalls zu großartig schlechteren Resultaten führen (bei gleicher Energieaufnahme), aber der Stress und Aufwand sich andauernd mit dem Organisieren und Verspeisen der nächsten Mahlzeit zu widmen, führt dazu, dass viele entweder vollkommen aufgeben, Schrott essen oder gar Sozialkontakte opfern nur um keine Mahlzeit zu verpassen.

Mythos: Alle 2-3 Stunden 30g Protein

Ein hartnäckiges Gerücht hält sich seit langem und dürfte einer der Hauptgründe sein, dass Bodybuilder denken sie müssten alle paar Stunden Nahrung zuführen. In einer Studie bobachteten die Wissenschaftler, dass 30g Whey Protein auf nüchternen Magen 3-4 Stunden benötigten um aufgenommen zu werden.[1] Die Schlussfolgerung man solle möglichst nur 30g Protein in einer Mahlzeit zu sich zu nehmen und mehr könne nicht aufgenommen werden, ist eine freie Erfindung von Laien und lässt sich aus der Studie keinesfalls ableiten.

Wichtig für das Muskelwachstum ist ein konstantes Vorhandensein von Eiweiß im Blut. Vor allem in der Zeit während und nach dem Training. Vorschnelle Annahmen von Laien führten zu dem Glaube, man müsse nun alles 2-3 Stunden Eiweiß zu sich nehmen. Dies würde vielleicht stimmen wenn sich jemand nur von Whey und Wasser ernähren würde, in der Realität funktioniert es aber anders.

Wie die Eiweißversorgung wirklich aussieht

  • Mehr Eiweiß braucht einfach länger bis es aufgenommen ist.
  • Unterschiedliche Eiweißarten werden unterschiedlich schnell aufgenommen.
  • Hinweis auf constant protein feeding > might be detrimental
  • High protein feeding > evtl vorteilhaft
  • Verdauung funktioniert anders als dargestellt.

Weiterführende Literatur:  [2] [3] [4] [5]

Autor: Johannes

Noch unsicher welches Ziel/Programm das Richtige für dich ist? Was du am besten tun solltest, erfährst hier:

Welches Ziel/Programm ist das richtige für dich?

Quellen / Literatur

  1. Boirie Y, Dangin M, Gachon P, Vasson MP, Maubois JL, Beaufrère B. Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion. Proc Natl Acad Sci U S A. 1997 Dec 23;94(26):14930-5. PubMed PMID: 9405716; PubMed Central PMCID: PMC25140. zum Zitat im Text
  2. Bellisle F et al. Meal frequency and energy balance. Br J Nutr. 1997 Apr;77 Suppl 1:S57-70. zum Zitat im Text
  3. Westerterp KR et al. Influence of the feeding frequency on nutrient utilization in man: consequences for energy metabolism. Eur J Clin Nutr. 1991 Mar;45(3):161-9 zum Zitat im Text
  4. Taylor MA , Garrow JS. Compared with nibbling, neither gorging nor a morning fast affect short-term energy balance in obese patients ina chamber calorimeter. Int J Obes Relat Metab Disord. 2001 Apr;25(4):519-28. zum Zitat im Text
  5. Jones PJ et al. Meal frequency influences circulating hormone levels but not lipogenesis rates in humans. Metabolism. 1995 Feb;44(2):218-23. zum Zitat im Text

KOMMENTARE

Es gelten die Kommentarregeln!