Nov, 2019

Insulinsensitivität einschätzen

Autor: Johannes Steinhart, M.Sc. Biomedizin und Ernährungswissenschaften // Trainer, deutsche Fitnesslehrer Vereinigung

Im Anschluss an der Artikel „Was ist die Insulinsensitivität?“ soll hier eine Methode beschrieben werden, wie man herausfinden kann, ob man eine niedrige oder hohe Insulinsensitivität hat.

Leider gibt es keine praktikable Möglichkeit, außer mit Blutanalyesen, die persönliche Insulinsensitivität oder die ausgeschüttete Insulinmenge direkt zu messen. Es gibt allerdings Möglichkeiten die Zeichen einer hohen oder niedrigen Insulinsensitivität zu erkennen und somit auf die eigene Insulinsensitivität schließen zu können. Dabei richtet man ein Hauptaugenmerk auf die Reaktion des Körpers bei einer kohlenhydratreichen Ernährung.

Zwei einfache Fragen helfen weiter:

1.) Wie fühlst Du dich kurz nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?

a) energiegeladen/ fokusiert und aktiv?
b) eher müde und aufgebläht?

2.) Wie fühlst Du dich einige Zeit nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?

a) über mehrere Stunden auf einem stabilen Energieniveau?
b) oder fällst du innerhalb kurzer Zeit in ein Energieloch, wirst schläfrig und bekommst Hunger?

*Beispielsweise: Ein Teller Nudeln, Kartoffeln oder Reis

Die Antworten a) deuten auf eine hohe Insulinsensivität, die Antworten b) auf eine niedrige Insulinsensitivität.

Falls die Antworten b) auf dich zutreffen und zusätzlich ein oder mehrere der folgenden Gesundheitsprobleme auf zutreffen, kannst du von einer schlechten Insulinsensivität ausgehen:

  1. Übergewicht, vor allem Bauchfett
  2. Bluthochdruck (≥ 140/90 mmHg)
  3. erhöter Nüchternblutzucker (> 110 mg/dL)
  4. schlechte Blutfettwerte (Triglyceride > 150 mg/dl)

Dies sind die Risikofaktoren eines metabolischen Syndroms, mit Insulinresistenz als Leitsymptom.

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Über den Autor

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Johannes Steinhart

Johannes Steinhart ist Master of Science (M.Sc.) in Biomedizin & Ernährungswissenschaften sowie Fitnesstrainer der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung (DFLV). Seine Passion ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu Abnehmen, Muskelaufbau und Gesundheit unabhängig, verständlich und praxisnah darzustellen und verbreitete Unwahrheiten zurückzudrängen. Johannes Steinhart ist Gründer von fitness-experts.de (FE) und fitladies.de. Jedes Jahr erreicht er mit diesen Projekten über 2 Mio. Leser. Außerdem ist er Autor von aktuell 6 Büchern. Mehr über FE erfahren.

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GA
Gast
GA

toller Artikel !! jetzt wird mir so einiges klar !!
dachte immer mann soll gute Kohlenhydrate essen um den Blutzuckerspiegel gleichmäßig auf einem Level zu halten, da Insulin die Einlagerung in die Fettzellen bewirkt. Aber anscheinend auch den Aufbau der Muskulatur. Das wirft ein ganz anderes Licht auf die ganze Sache. Super verständlich erklärt DANKE :)

Sam
Gast
Sam

Irgendwie haut das nicht so ganz hin.
Ich kann beide Fragen mit a) beantworten, müsste also eine hohe Insulinsensitivität haben. Allerdings wurde bei mir eine äußerst ausgewachsene(!) Insulinresistenz diagnostiziert. Trotz regelmäßig und viel Sport.
Solche Tests sollte man nicht zu Ernst nehmen. Ich empfehle jedem Übergewichtigen, der wirklich versucht abzunehmen, es aber nicht schafft, einen Endokrinologen aufzusuchen und sich wirklich durchchecken zu lassen.

Tobias I Muskel-Guide.de
Gast

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Lob für diesen Blog. Die Artikel sind super und sehr hilfreich! Mir persönlich geht es nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit sehr gut und ich fühle mich energygeladen und fit.

fly
Gast
fly

@Ken: Du hast völlig recht. Das war ein Tippfehler. Richtig muss es heißen:
„Falls die Antworten b) auf dich zutreffen und zusätzlich ein oder mehrere der folgenden Gesundheitsprobleme auf zutreffen, kannst du von einer schlechten Insulinsensivität ausgehen:“

ken
Gast
ken

Hallo,

eine Schätzung ist ja nicht genau dennoch habe ich bei der Auswertung ein Problem.
Im ersten Absatz steht, dass jemand auf den die Antworten a) zutreffen eine hohe Insulinsensivität haben könnte. Im nachfolgenden Absatz steht aber, wenn die Antworten a) und ide darunter aufgeführten Punkte zutreffen deutet das auf eine schlechte sensivität hin. Ist das nicht ein Widerspruch?

fly
Gast
fly

hi sebastian,
ja das thema wird selten angesprochen und wenn dann meistens falsch beleuchtet. auch gerade beim abnehmen. muss bestimmt noch einige artikel über das thema geben, um licht ins dunkel zu bringen ;)
gute seite hast du da und gute idee.

Sebastian
Gast

Hi,

sehr interesanter Post! Ich finde das Thema wird leider zu selten angesprochen und Insulin und seine Auswirkungen bleiben oft ein Rätsel selbst für fortgeschrittenen Sportler….

Sebastian

http://thefitnesscompendium.blogspot.com/